Physiotherapeut von Physiosport mit einer Patientin. Er erläutert die Grundlagen zum Neuroathletiktraining.

Neuroathletiktraining

Methode, Anwendung und Ziele

Zu sehen sind drei in gelb handgemalte Kreuze, die nebeneinander horizontal angeordnet sind.
Patientin mit Physiotherapeut beim neurologischen Training.

Was ist
Neuroathletiktraining?

Neuroathletiktraining ist eine Trainingsmethode, die auf der gezielten Aktivierung und Schulung des Nervensystems basiert. Im Fokus steht die Verbindung zwischen Gehirn, Sinneswahrnehmung und Bewegung. Dabei werden u. a. visuelle, vestibuläre und propriozeptive Reize genutzt, um Bewegungsabläufe zu analysieren und gezielt zu verbessern. Diese Form des Trainings richtet sich sowohl an ambitionierte Sportler/innen als auch an Menschen, die ihre Bewegungsqualität oder koordinativen Fähigkeiten weiterentwickeln möchten – unabhängig vom Alter oder Leistungsniveau.



Wann ist Neuroathletiktraining sinnvoll?

Neuroathletiktraining kann in unterschiedlichen Kontexten sinnvoll eingesetzt werden – etwa zur Unterstützung koordinativer Prozesse, zur Schulung der Körperwahrnehmung oder zur Verbesserung von Bewegungsabläufen. Sowohl im Freizeit- als auch im Leistungssport findet diese Methode Anwendung, etwa bei sportartspezifischen Anforderungen oder im Rahmen der Rehabilitation. Auch Personen mit dem Wunsch nach verbesserter Konzentration, Gleichgewicht oder Bewegungsökonomie können von einem gezielten Training profitieren.



Patientin macht Übungen bei Physiosport zum Thema Neuroathletik.
Zu sehen sind drei in gelb handgemalte Kreuze, die nebeneinander horizontal angeordnet sind.
Das Bild zeigt einen Mitarbeiter von Physiosport Kölan, der lächelnd auf einem Fahrrad sitzt.

Neuroathletiktraining

Ziele

Neuroathletiktraining nutzt die Anpassungsfähigkeit des Nervensystems, um die Zusammenarbeit zwischen Gehirn und Körper gezielt zu fördern. Dabei liegt der Fokus auf zentralen Steuerungssystemen wie:

  • Visuelle Koordination: Durch gezielte Übungen kann die Augenbewegung und visuelle Verarbeitung geschult werden – dies ist beispielsweise relevant für Aktivitäten, bei denen schnelle Reaktionen und präzise Bewegungen gefragt sind.
  • Gleichgewicht: Das Training des vestibulären Systems unterstützt die Körperstabilität und kann zu einer verbesserten Bewegungsqualität beitragen.
  • Tiefensensibilität (Propriozeption): Übungen zur Wahrnehmung der Körperlage im Raum können dabei helfen, Bewegungen bewusster zu steuern und die Orientierung in komplexen Bewegungssituationen zu verbessern.

Diese Herangehensweise eignet sich sowohl für sportlich aktive Menschen als auch für Personen, die ihre Bewegungskompetenz im Alltag gezielt ausbauen möchten.



Weitere Ziele

Das Neuroathletiktraining verfolgt verschiedene Trainingsziele, die individuell angepasst werden können. Im Fokus stehen:

  • Förderung koordinativer und kognitiver Fähigkeiten: Durch das gezielte Ansprechen neuronaler Prozesse können Bewegungssteuerung und Konzentration geschult werden – mit dem Ziel, die körperliche und mentale Leistungsbereitschaft zu unterstützen.
  • Anwendung im Reha- und Leistungssport: Das Training lässt sich auf sportartspezifische Anforderungen abstimmen. So können individuelle Bewegungsmuster gezielt bearbeitet werden – sowohl im Alltag als auch im sportlichen Kontext.
  • Bewusstmachung von Bewegungsmustern: Im Rahmen des Trainings können unbewusste, kompensatorische Bewegungsstrategien identifiziert und reflektiert werden. Ziel ist es, ökonomischere Bewegungsabläufe zu fördern und das Körpergefühl zu stärken.

Die Inhalte werden dabei stets an die jeweiligen Voraussetzungen und Trainingsziele angepasst.



Frau beim Training mit Langhantel bei Physiosport Köln.
Physiotherapeut von Physiosport mit einer Patientin. Er erläutert die Grundlagen zum Neuroathletiktraining.

Neuroathletiktraining

Hintergrundinformationen

Im Neuroathletiktraining werden Bewegungsmuster beobachtet, die möglicherweise durch automatische Schutzmechanismen – etwa Schmerzvermeidung – beeinflusst sind. Ziel ist es, solche Muster besser zu verstehen und durch gezielte Übungen bewusster mit ihnen umzugehen. Dies kann helfen, die Bewegungssteuerung zu verbessern und die körperliche Kontrolle zu erhöhen.

Auf Grundlage fundierter Tests wird ein individuelles neuronales Profil erstellt. Dabei werden zentrale Steuerungssysteme des Körpers betrachtet – wie beispielsweise visuelle, vestibuläre oder propriozeptive Aspekte. Die daraus abgeleiteten Trainingspläne richten sich nach den jeweiligen Voraussetzungen und Zielen der Teilnehmenden und können helfen, spezifische Bewegungsfunktionen gezielt zu fördern.



Zu sehen sind drei in gelb handgemalte Kreuze, die nebeneinander horizontal angeordnet sind.

Neuroathletiktraining

Inhalte

Das Neuroathletiktraining umfasst vielfältige Übungen, die sowohl sensorische als auch motorische Systeme ansprechen. Dabei werden gezielt unterschiedliche Wahrnehmungs- und Steuerungsprozesse aktiviert, um die individuelle Bewegungsfähigkeit zu fördern. Zu den zentralen Trainingsbereichen zählen:

  • Augenkoordination: Durch Übungen zur visuellen Wahrnehmung kann das Zusammenspiel zwischen Sehen und Bewegung geschult werden – ein wichtiger Aspekt für Orientierung und Reaktionsfähigkeit im Alltag und im Sport.
  • Gleichgewicht: Das Training des vestibulären Systems kann zur Stabilisierung des Körpers beitragen und die Kontrolle bei Bewegungen verbessern – z. B. im Rahmen von Koordinationsübungen.
  • Tiefenwahrnehmung: Das gezielte Ansprechen propriozeptiver Reize unterstützt die Entwicklung eines besseren Körpergefühls und einer bewussteren Bewegungsausführung.

Die Übungen werden individuell angepasst und orientieren sich an den jeweiligen Voraussetzungen und Trainingszielen.



Trainer erläutert Sportlerin Kraftübungen für die Verbesserung der Beinkraft.
Trainer von Physiosport Köln mit Sportlerin bei Sprunganalyse auf einer Matte.

Neuroathletiktraining

Vorteile

Das Neuroathletiktraining bietet eine Vielzahl potenzieller Vorteile, die individuell erlebbar sein können:

  • Individuelle Trainingsgestaltung: Die Übungen werden an persönliche Voraussetzungen und Ziele angepasst – zum Beispiel in Bezug auf Koordination, Bewegungssteuerung oder Wahrnehmung.
  • Förderung von Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit: Durch gezielte Reize an das Nervensystem können die motorische Kontrolle und Stabilität geschult werden – sowohl für den Alltag als auch für sportliche Anforderungen.
  • Begleitung neuroplastischer Prozesse: Das Training setzt Impulse, die die Anpassungsfähigkeit des Nervensystems unterstützen können – altersunabhängig und langfristig orientiert.
  • Stärkung der Wahrnehmung und Verarbeitung: Übungen zur visuellen, vestibulären und propriozeptiven Integration zielen darauf ab, komplexe Bewegungsabläufe effizienter umzusetzen und das Körperbewusstsein zu fördern.

Diese Aspekte machen Neuroathletiktraining zu einem modernen Trainingsansatz, der sich an den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen orientiert.



Zu sehen sind drei in gelb handgemalte Kreuze, die nebeneinander horizontal angeordnet sind.
Zu sehen ist ein stilisiertes, handgemaltes, gelbes Doppelkreuz.

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